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Während einer Reise durch die Vereinigten Staaten haben wir, Renate
und Gerhard Rappersberger im
Jahr 1990 Lamas bewusst kennen gelernt. Der Besitzer der Tiere im Bundesstaat Washington
hat uns von den Lamas dermaßen vorgeschwärmt, dass wir nach unserer Rückkehr sofort die
ersten Tiere anschafften. Mit der Beschäftigung mit den Lamas "Saida" und "Romero" wuchs
auch die Begeisterung. Das zeigt sich heute in einer Herde von etwa 30 Tieren, die auf
unserem Betrieb auf mehr als 4 Hektar Grünland weiden. Immer wieder überraschen uns die
Tiere mit neuen positiven Eigenschaften. Lamas sind sehr soziale Wesen, haben eine fixe
Rangordnung innerhalb der Herde und betrachten den Mensch als ihr Alfa-Tier. Sie werden
nicht als zahme oder gar zutrauliche Tiere geboren, das Training von Lamas ist allerdings
eine Frage von nur wenigen Stunden. Durch ihre frühe Domestikation in einer Kulturepoche,
von der wir kaum etwas wissen, müssen wir die Trainingsmethode aber ihrem Verständnis anpassen.
Durch das Beobachten des Verhaltens der Tiere zueinander können wir sehr viel für den Umgang
mit den Lamas lernen. Gerhard Rappersberger veranstaltet mehrmals im Jahr Trainingskurse
für Neueinsteiger und Interessenten. Dabei lernt man innerhalb von zwei Tagen die wesentlichsten
Punkte für eine erfolgreiche Haltung dieser immer noch exotischen Tiere. Der Schwerpunkt liegt
dabei in der Praxis im Umgang mit den Tieren. |